WBC-Weltmeister in München mit Arbeitssieg gegen den Briten Chisora
Am Freitag hatte Dereck Chisora den amtierenden WBC-Weltmeister Vitali Klitschko beim offiziellen Wiegen mit einer schallenden Ohrfeige überrascht. Und auch am Samstagabend machte er ihm das Leben deutlich schwerer als von vielen erwartet. Dennoch lag der Ukrainer nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten vorn. In der Olympiahalle in München verbuchte der Schwergewichts-Weltmeister somit den 44. Sieg im 46. Profikampf für sich.
Der inzwischen 40-jährige WBC-Champion hatte es zunächst nicht so leicht, den Herausforderer auf Distanz zu halten. Denn der marschierte – im Oberkörper sehr beweglich agierend – permanent nach vorne. Dabei wirkte er durchaus gefährlich. Doch der Titelverteidiger war dennoch in der Lage, in den ersten Runden die genaueren und härteren Hände ins Ziel zu bringen. Vor allem im dritten Durchgang traf Vitali Klitschko mit seinen rechten Händen – ob als Aufwärts- oder Seithaken geschlagen – sehr genau.
Ab der vierten Runde verbuchte Chisora mit seinen linken Haken und Schwingern Vorteile für sich. Im siebten Durchgang wurde der WBC-Weltmeister zwar wieder stärker, aber er schien auch in der Folge noch kein Mittel gegen die linken Hände des 28-jährigen Kontrahenten gefunden zu haben. Das änderte sich in der Schlussphase. Gerade in den letzten Runden war Dereck Chisora nur noch selten in der Lage, klare Treffer zu landen. So kassierte er eine doch recht deutliche Niederlage. Die Wertung für Klitschko fiel nach zwölf Runden mit 118:110, 118:110 och 119:111 allerdings deutlich höher aus, als es der Kampfverlauf zuvor hergegeben hatte.








